Hauptbild neu
 DATENBANKABFRAGE KURSE / LEHRGÄNGE
Lehrgangsbereich    
Kurstermin ab     z.B. 01.01.2009
Stichwortsuche  
 

 




 

Nationaler Bildungsbericht 2010

München, 18. Juni 2010

Am 17. Juni 2010 hat eine Expertenkommission im Auftrag der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) den dritten Nationalen Bildungsbericht vorgelegt. Für den Bericht wurden keine neuen Daten erhoben, sondern existierende Daten gebündelt, systematisch dargestellt und daraus Ableitungen vorgenommen. Im Rahmen einer Analyse wurden speziell auch die Chancen und Herausforderungen des demografischen Wandels näher beleuchtet.

Wichtige Ergebnisse

  • Der Ausbau der frühkindlichen Bildung geht stetig voran. So ist die Bildungsbeteiligung der unter Dreijährigen in den letzten drei Jahren weiter angestiegen und liegt aktuell bei 45 Prozent in Ost- und 15 Prozent in Westdeutschland. Die Beteiligung von Kindern zwischen vier und fünf Jahren ist auf hohem Niveau konstant (über 95 Prozent).
  • Der Ausbau von Ganztagsschulen schreitet weiter voran. Derzeit nimmt etwa ein Viertel aller Schüler Ganztagesangebote in Anspruch. Die überwiegende Zahl der Schulen arbeitet dabei im offenen Modell.
  • Insgesamt lässt sich ein allmählicher Anstieg des Bildungsstandes beobachten. So hält der Trend zur Hochschulreife an, während der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss zwischen 2004 und 2008 – allerdings nur wegen der Entwicklung in Westdeutschland – von 8,5 Prozent auf 7,5 Prozent zurückgegangen ist. Auch das Kompetenzniveau im PISA-Lesetest hat sich zwischen 2000 und 2006 erhöht.
  • Dennoch gibt es nach wie vor einen erheblichen Anteil von Personen, die nicht über einen Berufsabschluss verfügen und zugleich nicht mehr an Bildungsmaßnahmen teilnehmen. Dieser liegt in der Gruppe der 20- bis 30-Jährigen bei 17 Prozent, bei den gleichaltrigen Personen mit Migrationshintergrund sogar bei 31 Prozent.
  • Die Studienanfängerquote hat mit 43,3 Prozent einen neuen Höchststand erreicht und die politische Zielmarke von 40 Prozent deutlich übertroffen. Von den Studienberechtigten nehmen nach wie vor etwa drei Viertel tatsächlich ein Studium auf. Dieser Anteil ist deutlich größer, wenn bereits mindestens ein Elternteil ein Studium abgeschlossen hat.
  • Herausforderungen aufgrund der demografischen Entwicklung ergeben sich auf vielfältige Weise. Bereits jetzt sind 40 Prozent des gesamten im Bildungsbereich tätigen Personals und 50 Prozent der Lehrkräfte 50 Jahre und älter. Bis 2025 wird zudem die Zahl der Bildungsteilnehmer in Westdeutschland um 17 Prozent, in Ostdeutschland um 14 Prozent zurückgehen. 

Bewertung

Der Bericht macht deutlich, dass in den letzten Jahren Fortschritte erzielt worden sind, die sich in einer besseren Ausstattung wie auch höheren Qualität der Leistungen im Bildungswesen niederschlagen. Dennoch besteht nach wie vor in allen Bereichen dringender Handlungsbedarf.

Die demografische Entwicklung bietet hierfür besondere Chancen. So ergibt sich bis 2025 ein Bedarfsrückgang beim Personal an Schulen und bei den finanziellen Mitteln um 20 Prozent. Diese freiwerdenden Mittel (demografische Rendite) müssen gezielt für Qualitätsverbesserungen im Bildungssystem genutzt werden. 

Pressemitteilung der Kultusministerkonferenz Juni 2010

Bildung in Deutschland 2010

Arbeitsmarkt neu gestalten


Content Management Software (c)opyright 2000-2006 by HELLMEDIA GmbH
SCHULUNGSANGEBOT



AKTIONEN



 
 Heute:    Aktualisiert: 02.02.2012             ©opyright Software & Design by HELLMEDIA GmbH